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Badischer Leichtathletik-Verband e.V.::News::Aktuell
Montag 06. Mai 2019  ::  14:03
BLV

Richtungsweisende Beschlüsse für die Leichtathletik: BLV-Verbandsrat ebnet den Weg für eine gGmbH für den Leistungssport im Land

Die bundesweit geführte Debatte über die Zukunft des Leistungssports in Deutschland hat nun auch den Badischen Leichtathletik-Verband und dessen Gremien erfasst, die sich am 4. Mai zum Verbandsrat in Karlsruhe trafen.

Das von BMI und DOSB erstellte neue Konzept verlagert die Verantwortung für den Spitzensport stärker als bisher auf DOSB und DLV, für die künftige Leitung der Bundesstützpunkte müssen die Landesverbände ihre Strukturen entsprechend anpassen. Da die bestehende Gesellschaftsform der ARGE Leichtathletik Baden-Württemberg als GbR seitens der Zuwendungsgeber nicht anerkannt wurde, waren die beiden Leichtathletik-Verbände im Land gefordert, die künftige Verwaltungsstruktur des Leistungssports über eine gGmbH zu regeln.

BLV-Präsident Philipp Krämer erläuterte den anwesenden Kreisvertretern, Fachwarten und Ehrenmitgliedern die Vorteile, die sich für den BLV ergeben, wenn diese Struktur zum Tragen kommt. Auch in der neuen Vereinbarung ist geregelt, dass Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden können, über eine eigene Geschäftsordnung wurde ein LAL installiert, der die inhaltliche Arbeit der künftigen Geschäftsführung begleiten wird.

„Die neue Struktur, die vom DLV uneingeschränkt mitgetragen wird, bringt dem BLV viele Vorteile, um den Leistungssport voranzubringen“, begründete Philipp Krämer die intensive Vorarbeit, die das Gremium um Michael Schlicksupp, Rolf Bader, Mareike Röder und den Präsidenten geleistet haben. Der Verbandsrat stimmte nach ausführlicher Aussprache über inhaltliche Rückfragen zu, die Gründung einer gGmbH in einem außerordentlichen Verbandstag zu beantragen.

Neuer Leichtathletik-Kreis Tauber-Odenwald

Eine positive Verbandsentwicklung verspricht sich BLV-Präsident Philipp Krämer von der Anfang April stattgefundenen Fusion der beiden BLV-Kreise Mosbach und Tauber-Buchen zu einem gemeinsamen BLV-Kreis Tauber-Odenwald. „Mit der Zusammenlegung bestehen sehr gute Voraussetzungen, sich organisatorisch und personell zu verbessern und die Leichtathletik auf den verschiedenen Handlungsfeldern voranzubringen“ übermittelte der Präsident seine Einschätzung an die Anwesenden und forderte dazu auf, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten. Von Tauber-Odenwald könne ein Signal an andere Kreise ausgehen, die sich strukturell neu aufstellen wollen.

Über ihre Aufgabenschwerpunkte in den Bereichen Lehre, Breitensport und Öffentlichkeitsarbeit informierten Rolf Bader, Ottmar Heiler und Patrick Hermann den Verbandsrat. Immer wichtiger werden die dezentralen Fortbildungen, für die Rolf Bader mehr Planungssicherheit eingefordert hatte. Ottmar Heiler weist auf den im kommenden Jahr geplanten Seniorensportkongress hin, der gemeinsam mit dem Badischen Turner-Bund und der Sportschule Steinbach durchgeführt werden soll. Jürgen Koessler gibt einen Überblick auf die Maßnahmen im Bereich Kampfrichterwesen, die erfreuliche Teilnehmerzahlen aufweisen und bedankt sich für das Lob, das Ottmar Heiler für professionell organisierte Meisterschaften seitens des Kampfrichterwesens ausspricht. Koessler bedankt sich bei Wilfried Pletschen und Daniel Sommerhalter, die ihn in dieser Arbeit sehr gut unterstützen.

Reinhard Stark erläutert in Vertretung von Vizepräsident Heinz-Peter Hopp den Finanzbericht und verweist auf erforderliche Korrekturen des Planansatzes für 2019, der aufgrund des negativen Ergebnisses von 2018 erforderlich wurde. Es müsse den Verantwortlichen bewusst sein, dass die Eigenmittel des BLV keine großen Spielräume zulassen und daher die Mitgliederbindung und –gewinnung weiterhin im Focus der Verbandsarbeit stehen muss. Der Haushalt 2018 und der Plan 2019 wurden ebenso verabschiedet wie die von Mareike Röder vorgetragenen Änderungen zur Finanzordnung.

Mit Hinweisen zum Ablauf des 23. Ordentlichen Verbandstag in Löffingen am 12.10.2019, bei dem neben Neuwahlen auch eine Satzungsänderung zur Abstimmung gestellt wird, beendete Philipp Krämer die Tagung und bedankt sich bei den Delegierten für die Unterstützung der Arbeit des Präsidiums.

Außerordentlicher Verbandstag beschließt neue Leistungssportstruktur im BLV

„Entscheidungen von einer solchen Tragweite werden bei uns auch künftig durch die Basis getroffen“, stellt BLV-Präsident Philipp Krämer bei seiner Begrüßung der Delegierten der 18 Kreise aus dem Verbandsgebiet des Badischen Leichtathletik-Verbands fest. Zur Entscheidung am 4. Mai im Haus des Sports in Karlsruhe stand die Zustimmung zur neuen Struktur der ARGE Leistungssport Baden-Württemberg, die von einer kleinen Arbeitsgruppe in Abstimmung mit Juristen und Steuerberatern von WLV und BLV erarbeitet worden war. Die künftige Gesellschaft sieht vor, dass WLV und BLV je 48 % und der DLV 4% der Gesellschafteranteile übernehmen. Mit der Einbindung des DLV ist sichergestellt, dass die Forderungen von BMI und DOSB erfüllt werden können, die Belange zwischen WLV und BLV auf Landesebene werden auch künftig nur innerhalb beider Verbände geregelt.

 Philipp Krämer verwies auf die Erfolge der Leichtathletik Baden-Württemberg, die in den vergangenen Jahren dazu geführt haben, dass der DLV die Arbeit im Land sehr schätzt und den Verbänden somit einen größeren Handlungsspielraum einräumt. Mit der Zustimmung durch die Delegierten werde der Weg für eine zukunftsweisende Leistungssportstruktur freigemacht. Da die Rückfragen zur neuen Gesellschaftsform bereits ausführlich in der vorausgegangenen Verbandsratssitzung beraten wurden, konnte Philipp Krämer den Antrag ohne weitere Aussprache zur Abstimmung stellen. Es war dann auch keine Überraschung, dass der Antrag mit 101 Stimmen einstimmig angenommen wurde und damit der Weg für die Verbände frei ist, die erforderlichen Geschäftsordnungen zu erarbeiten, um die inhaltliche Arbeit erfolgreich fortsetzen zu können.

BLJA bestätigt Michael Schlicksupp im Amt – Philipp Händel wird neuer Jugendsprecher

Personalfragen bestimmten am 4. Mai den BLJA, die Vollversammlung der Leichtathletik-Jugend im BLV, die nach Einschätzung des Vorsitzenden Michael Schlicksupp immer noch großes Entwicklungspotential hat. Immerhin sei es gelungen, mit Philipp Händel die Position des Jugendsprechers neu zu besetzen, dem er die Gelegenheit ermöglicht, sich im BLV-Verbandsrat persönlich vorzustellen. Der 19 jährige aktive Leichtathlet und Jugendtrainer absolviert derzeit ein Praktikum in der BLV-Geschäftsstelle und präsentierte sich hoch motiviert, die Jugendarbeit im Verband zu beleben. Hauptamtliche Unterstützung erhält er von Timo Bäuerlein, der sich ebenfalls kurz vorstellt und über den im Rahmen des Freiburg-Marathon erfolgreich durchgeführten KiLa Cup berichtet.


 
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